
60 Jahre Mauerbau
PROJEKT Visuelle Identität DESIGN Ausstellung / Kampagne / Anzeigen / Dokumentation Kunde Kultur Projekte, Berlin / Deutschland
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Eine Stadt als Erinnerungsraum
Zum 60. Jahrestag des Mauerbaus wurde Berlin zum Ausstellungsraum. An über 300 Orten erinnerten historische Motive an die Teilung der Stadt und an die 140 Menschen, die an der Berliner Mauer ihr Leben verloren. Die öffentliche Ausstellung brachte das Gedenken in den Alltag: nicht konzentriert an einem einzelnen Ort, sondern verteilt über die Stadt, deren Geschichte sie erzählte. Im Zentrum des Erscheinungsbildes stand eine Wortmarke, die zwei Dimensionen der Teilung miteinander verband. Sie verwies auf die Mauer als räumliche Grenze und zugleich auf die Zeitspanne, in der sie Berlin teilte. Die Länge des Zeichens wurde dabei zum wesentlichen Gestaltungsmittel – als Ausdruck von räumlicher Ausdehnung und zeitlicher Dauer. Anstelle einer starren Form entstand ein variables System. Die Wortmarke ließ sich in unterschiedlichen Längen einsetzen und an die jeweiligen Formate und Anwendungen anpassen. Diese Flexibilität war Teil des Konzepts: Das Zeichen konnte auf wechselnde gestalterische Bedingungen reagieren und blieb dennoch als gemeinsamer Absender erkennbar. So erhielt die über den Stadtraum verteilte Ausstellung eine zusammenhängende visuelle Identität. Die Gestaltung gab den historischen Motiven einen gemeinsamen Rahmen und übersetzte das Thema der Ausstellung in eine eigenständige grafische Sprache. Ein Zeichen, das von Trennung erzählt, wurde zum verbindenden Element zwischen den Orten des Erinnerns.










